Das Lernen mit Tonträgern
Lange haben Lernforscher und Pädagogen danach
gesucht, Lernen zu vereinfachen und allgemein bequemer zu gestalten. Dies
ist auch gelungen. Sie können nun stufenweise Methoden des leichten,
passiven Lernens praktizieren.
Das
Lernen mit dem Gehör fällt gefühlsbetonten Menschen wesentlich
leichter. Sie kommen auch schneller in das akustische Lernen hinein.
Willensbetonte
Menschen lernen dagegen leichter mit dem Auge. Sie müssen
Lerninhalte geschrieben sehen oder sich diese in der Praxis vorstellen können.
Das Lernen mit dem
Kassettenrekorder oder Tonbandgerät kann mit den bekanntesten
Entspannungsmethoden sehr gut gekoppelt werden, z. B. mit Autogenem
Training (sehr gut dafür geeignet), mit der Muskelentspannung nach
Jacobsen (sehr einfach und in wenigen Stunden erlernbar) sowie mit
Entspannen mit Musikunterstützung (je nach Geschmack), mit Yoga (benötigt
etwas Zeit und Veranlagung dafür), mit Entspannen mit Bildimagination
(Resultate nach 1 bis 2 Stunden) und mit anderen Techniken.
Gerade für Manager ist dies
eine sehr zeitsparende Methode, da sie eine Koppelung von Entspannung und
Lernzeit ermöglicht. Ein weiterer großer Pluspunkt, den Sie bei diesem
Lerntraining feststellen können, ist, dass Sie in Entspannung weniger
Lernstörungen und ein viel leichteres Auffassungs- und Kombinationsvermögen bei
sich entdecken werden.
Überhaupt liegt das Lernen
in Entspannung auf einer Linie mit Kreativität, Spontaneität,
Intuition, Kunst, Musik, Traumsteuerung und Erholung. Am besten
funktioniert es im Urlaub, wenn Sie ohne Zeitdruck - und etwas absichtslos gelassen -
aus eigenem Interesse lernen.
Doch diesen vorausgeplanten
Idealfall haben wir in der Praxis selten.
Die besten Resultate mit
Lernkursen dieser Art haben wir bei einem langsamen, stufenweisen
Einstieg, so dass sich unser Innenleben und auch unser Unterbewusstsein
schrittweise daran gewöhnen können.
Die Entspannung ist überhaupt
ein wichtiger Faktor auf diesem Lerngebiet. Sie erreichen beim Lernen
bessere Resultate, wenn Sie nach jeder Viertelstunde Lernen eine kleine
Pause von 1 bis 2 Minuten einschalten.
Diese kurze Zeit reicht aus, um
ein wenig zu entspannen und doch gedanklich nicht allzu weit vom Lernstoff
abzuschweifen.
Einige Beispiele aus der täglichen
Praxis meiner Kurse zeigen klar die Vorteile der Entspannung.
Viele Sprachkurse werden z. B.
abends besucht, Dauer ca. 90 Minuten, einmal wöchentlich. Doch oft ist
der behandelte Inhalt eine Woche später vergessen, sofern in der
Zwischenzeit keine Heimarbeit oder keine Auffrischung des Stoffes
vorgenommen wurde.
Der Hauptgrund für dieses
Vergessen liegt darin, dass unmittelbar nach dem Sprachkurs viele andere
Eindrücke aufgenommen werden.
Nach dem Unterricht redet man
mit Bekannten, hört die Straßenbahn vorbeirattern und begibt sich aus
dem Unterrichtsraum heraus. Dadurch bleibt keine Zeit, dass der gehörte
Lernstoff etwas verarbeitet werden könnte. Die Aufnahme ist oberflächlich.
Einige fortschrittliche
Sprachlehrer hatten mit folgender Methode sehr gute Resultate:
Es werden nur 80 Minuten
Sprachkurs abgehalten. Die verbleibenden 10 Minuten legt der Sprachlehrer
eine gute Entspannungskassette in den Rekorder und spielt sie ab. Die vom
Tagesablauf schon etwas beanspruchten Kursteilnehmer entspannen sich sehr
rasch.
Der Inhalt des Sprachkurses dringt in tiefere
Bereiche der Persönlichkeit, in Richtung Unterbewusstsein und
Langzeitspeicher.
Es erfolgt keine sofortige
Umschaltung wie bei einem gewöhnlichen Ende des Unterrichts, sondern es
ist ein entspanntes Verweilen auf der Wellenlänge der letzten 80 Minuten
gewährleistet, wodurch auch ein Einordnen und Anpassen des Stoffes an
bisher Gewusstes -
bewusst und unbewusst - geschehen kann.
Das Resultat ist verblüffend. Wir haben
Erfolgsquoten von bis zu 30% mehr Erinnerung festgestellt.
Die Resultate sind individuell
sehr unterschiedlich und von Persönlichkeitsstruktur und Lerntyp des
einzelnen abhängig. Dieser Effekt wirkte sich auch auf anderen Gebieten
vorteilhaft aus.
Ein Abituranwärter aus unseren
Kursen legt sich - wenn er länger als eine Stunde Mathematik gepaukt hat -
für 20 Minuten mit dem Wecker schlafen und erspart sich dadurch
Wiederholungen. Gleichzeitig hat er eine bessere Verarbeitung von
Mathematik festgestellt. Es kommt darauf an, länger auf dieser Wellenlänge
zu verweilen.
Dies stellt eine wesentliche
Konzentrationsverbesserung dar. An dem Lernen in Entspannung und am
VorschlafStadium
ist also mehr dran, als bis jetzt erforscht und bekannt ist.
Ähnliche Erfahrungen könne Sie
bei einem ZweiTagesKurs am Wochenende machen. Wenn Sie nach dem ersten
Kurstag nicht genügend ausgeschlafen haben, ist das Resultat am z.
Kurstag stark beeinträchtigt.
Neben anderen Faktoren braucht
eine längere Lernzeit als ein Kurstag einfach Zeit, damit das neue
Lernmaterial im Schlaf verarbeitet und dem bisherigen Wissen der Person
angegliedert werden kann.
Wir alle kennen den Spruch vom
Schulbuch unter dem Kopfkissen. Und hier können wir mit dem Training
beginnen: