Roland Geisselhart Gedächtnistraining, Gedächtnistrainer, Gedächtnis, Konzentrationstraining

 

 


 


 

 

 


Das Online-Buch

Das Lernen mit Tonträgern

Lange haben Lernforscher und Pädagogen danach gesucht, Lernen zu vereinfachen und allgemein bequemer zu gestalten. Dies ist auch gelungen. Sie können nun stufenweise Methoden des leichten, passiven Lernens praktizieren.

Das Lernen mit dem Gehör fällt gefühlsbetonten Menschen wesentlich leichter. Sie kommen auch schneller in das akustische Lernen hinein.

Willensbetonte Menschen lernen dagegen leichter mit dem Auge. Sie müssen Lerninhalte geschrieben sehen oder sich diese in der Praxis vorstellen können.

Das Lernen mit dem Kassettenrekorder oder Tonbandgerät kann mit den bekanntesten Entspannungsmethoden sehr gut gekoppelt werden, z. B. mit Autogenem Training (sehr gut dafür geeignet), mit der Muskelentspannung nach Jacobsen (sehr einfach und in wenigen Stunden erlernbar) sowie mit Entspannen mit Musikunterstützung (je nach Geschmack), mit Yoga (benötigt etwas Zeit und Veranlagung dafür), mit Entspannen mit Bildimagination (Resultate nach 1 bis 2 Stunden) und mit anderen Techniken.

Gerade für Manager ist dies eine sehr zeitsparende Methode, da sie eine Koppelung von Entspannung und Lernzeit ermöglicht. Ein weiterer großer Pluspunkt, den Sie bei diesem Lerntraining feststellen können, ist, dass Sie in Entspannung weniger Lernstörungen und ein viel leichteres Auffassungs- und Kombinationsvermögen bei sich entdecken werden.

Überhaupt liegt das Lernen in Entspannung auf einer Linie mit Kreativität, Spontaneität, Intuition, Kunst, Musik, Traumsteuerung und Erholung. Am besten funktioniert es im Urlaub, wenn Sie ohne Zeitdruck - und etwas absichtslos gelassen - aus eigenem Interesse lernen.

Doch diesen vorausgeplanten Idealfall haben wir in der Praxis selten.

Die besten Resultate mit Lernkursen dieser Art haben wir bei einem langsamen, stufenweisen Einstieg, so dass sich unser Innenleben und auch unser Unterbewusstsein schrittweise daran gewöhnen können.

Die Entspannung ist überhaupt ein wichtiger Faktor auf diesem Lerngebiet. Sie erreichen beim Lernen bessere Resultate, wenn Sie nach jeder Viertelstunde Lernen eine kleine Pause von 1 bis 2 Minuten einschalten.

Diese kurze Zeit reicht aus, um ein wenig zu entspannen und doch gedanklich nicht allzu weit vom Lernstoff abzuschweifen.

Einige Beispiele aus der täglichen Praxis meiner Kurse zeigen klar die Vorteile der Entspannung.

Viele Sprachkurse werden z. B. abends besucht, Dauer ca. 90 Minuten, einmal wöchentlich. Doch oft ist der behandelte Inhalt eine Woche später vergessen, sofern in der Zwischenzeit keine Heimarbeit oder keine Auffrischung des Stoffes vorgenommen wurde.

Der Hauptgrund für dieses Vergessen liegt darin, dass unmittelbar nach dem Sprachkurs viele andere Eindrücke aufgenommen werden.

Nach dem Unterricht redet man mit Bekannten, hört die Straßenbahn vorbeirattern und begibt sich aus dem Unterrichtsraum heraus. Dadurch bleibt keine Zeit, dass der gehörte Lernstoff etwas verarbeitet werden könnte. Die Aufnahme ist oberflächlich.

Einige fortschrittliche Sprachlehrer hatten mit folgender Methode sehr gute Resultate:

Es werden nur 80 Minuten Sprachkurs abgehalten. Die verbleibenden 10 Minuten legt der Sprachlehrer eine gute Entspannungskassette in den Rekorder und spielt sie ab. Die vom Tagesablauf schon etwas beanspruchten Kursteilnehmer entspannen sich sehr rasch.

Der Inhalt des Sprachkurses dringt in tiefere Bereiche der Persönlichkeit, in Richtung Unterbewusstsein und Langzeitspeicher.

Es erfolgt keine sofortige Umschaltung wie bei einem gewöhnlichen Ende des Unterrichts, sondern es ist ein entspanntes Verweilen auf der Wellenlänge der letzten 80 Minuten gewährleistet, wodurch auch ein Einordnen und Anpassen des Stoffes an bisher Gewusstes - bewusst und unbewusst - geschehen kann.

Das Resultat ist verblüffend. Wir haben Erfolgsquoten von bis zu 30% mehr Erinnerung festgestellt.

Die Resultate sind individuell sehr unterschiedlich und von Persönlichkeitsstruktur und Lerntyp des einzelnen abhängig. Dieser Effekt wirkte sich auch auf anderen Gebieten vorteilhaft aus.

Ein Abituranwärter aus unseren Kursen legt sich - wenn er länger als eine Stunde Mathematik gepaukt hat - für 20 Minuten mit dem Wecker schlafen und erspart sich dadurch Wiederholungen. Gleichzeitig hat er eine bessere Verarbeitung von Mathematik festgestellt. Es kommt darauf an, länger auf dieser Wellenlänge zu verweilen.

Dies stellt eine wesentliche Konzentrationsverbesserung dar. An dem Lernen in Entspannung und am VorschlafStadium ist also mehr dran, als bis jetzt erforscht und bekannt ist.

Ähnliche Erfahrungen könne Sie bei einem ZweiTagesKurs am Wochenende machen. Wenn Sie nach dem ersten Kurstag nicht genügend ausgeschlafen haben, ist das Resultat am z. Kurstag stark beeinträchtigt.

Neben anderen Faktoren braucht eine längere Lernzeit als ein Kurstag einfach Zeit, damit das neue Lernmaterial im Schlaf verarbeitet und dem bisherigen Wissen der Person angegliedert werden kann.

Wir alle kennen den Spruch vom Schulbuch unter dem Kopfkissen. Und hier können wir mit dem Training beginnen: